Tödlicher Angriff in Sarambwe

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Vor dem Angriff: Ein Fährtensucher beim "Rasenmähen" vor dem Patrouillenposten (© Claude Sikubwabo Kiyengo)

Am 10. Oktober 2020 kam bei einem Beschuss des Sarambwe-Postens der Wildhüter Diogene Bagurubumwe ums Leben. Bereits am 1. Oktober war der Posten angegriffen, schwer beschädigt und geplündert worden. Auch Dörfer in der Umgebung wurden attackiert und geplündert, immer bei Dunkelheit. Zur Identität der Angreifer gibt es unterschiedliche Hinweise - FDLR, Mai-Mai und Simba wurden genannt.

Nach dem Tod des Wildhüters die Wildhüter abgezogen und die Soldaten, die dort stationiert waren, verlegt. Es kam, was zu befürchten war: Wilderer legten Fallen im Reservat. Die Fährtensucher, die von der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe bezahlt werden, bestanden darauf, trotz des Risikos für Ihre Gesundheit und ihr Leben vor Ort zu bleiben und den Schutz des Reservats aufrechtzuerhalten.

Ende Oktobers nahm das kongolesische Militär drei Rebellen fest sowie zwei junge Männer aus der Bevölkerung, die diese zum Posten geführt hatten. Am 11. November schickte das ICCN 7 Soldaten zum Posten, damit sie gegen die Wilderer vorgehen konnten sowie gegen Ugander, die inzwischen den Holzeinschlag im Reservat wiederaufgenommen hatten. Am 13. November sollte die Bevölkerung im Rahmen eines "Salongo" (Gemeinschaftsarbeit) den Posten und die Umgebung aufräumen. Auch die Wildhüter sollen bald zurückkehren.

Nach Berichten von Claude Sikubwabo Kiyengo

 

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