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Primatologenkongress in Nairobi

Kategorie: Verein, Schutzmaßnahmen, Spendenaufrufe, Mt. Tshiaberimu, Sarambwe, Itombwe

Der zentrale Bereich auf dem UN-Gelände

Johannes Refisch (links), Interimsdirektor von GRASP und Organisator der Veranstaltung

Krisensitzung zu Itombwe: Claude Sikubwabo, Benoît Kisuki (ICCN), Deo Kujirakwinja und Ian Redmond

Ekwoge Abwe vom Ebo-Forest-Projekt in Kamerun

Anna Behm Masozera (IGCP) und Annette Lanjouw (Arcus Foundation) (alle Fotos: © Angela Meder)

Vom 19. bis 25. August 2018 fand in Nairobi der Kongress der International Primatological Society statt - organisiert von Johannes Refisch (GRASP) auf dem UN-Gelände. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung mit vielen interessanten Vorträgen und Diskussionen, aber auch Gelegenheiten, sich mit Kollegen und Gorillaschützern zu unterhalten. Da diesmal besonders viele Gorillaforscher und -schützer aus Afrika dabei sein konnten, habe ich einige Personen endlich kennengelernt, zu denen ich bisher nur E-Mail-Kontakt hatte.

Ich reiste bereits früher an, um mit unserem Assistenten Claude Sikubwabo Kiyengo, der ebenfalls an dem Kongress teilnahm, über unsere Projekte und aktuelle Themen zu sprechen. Er berichtete, dass die Situation in Sarambwe sich verbessert hat; der Wald kann dank der regelmäßigen Patrouillen langsam die kultivierten Flächen zurückerobern und die Gorillas nutzen manchmal auch diese Gebiete. Am Mt. Tshiaberimu gab es dieses Jahr Probleme mit Mai-Mai-Rebellen, doch inzwischen haben diese sich zurückgezogen. Das Verhältnis zur Bevölkerung ist gut, die Menschen im Umfeld des Parks informieren die Wildhüter sogar oft, wenn sie illegale Aktivitäten bemerken. In beiden Projekten haben sowohl die Wildhüter und Fährtenleser als auch die Gemeinden im Umfeld der Schutzgebiete um weitere Unterstützung gebeten.

Während des Kongresses ergab sich die Möglichkeit, das Itombwe-Reservat zu diskutieren. Dabei erfuhr ich von unserem Partner Deo Kujirakwinja, dass die kanadische Firma Banro in der Kernzone des Reservats mit dem Goldabbau angefangen hat. Wir besprachen, was man dagegen unternehmen kann - und was wir für das Reservat tun können, das unbedingt langfristig zusätzliche Unterstützung braucht. Wir werden auf jeden Fall weiter alles für dieses wichtige Gebiet tun, was uns möglich ist.

Angela Meder

Dringend: Hilfe für die Gorillaprojekte im Ostkongo wird gebraucht!

Claude Sikubwabo hat von den Projekten im Ostkongo viele Vorschläge mitgebracht, wo wir aktiv werden können. Wir möchten gern so viel wie möglich davon realisieren, aber dazu brauchen wir zusätzliche Mittel. Bedarf besteht zum Beispiel in diesen Fällen:

  • Sarambwe: neue Betten für den Wildhüter-Posten; 2 Mitarbeiter für die Küchenarbeit.
  • Mt. Tshiaberimu: Ausrüstung für die Fährtenleser, z. B. Schlafsäcke; Käfige für Rattenzucht in den Gemeinden.
  • Itombwe: Hier gibt es noch zahlreiche Finanzierungslücken. Für die nächsten Jahre muss die Bezahlung und Ausrüstung der Patrouillen sichergestellt werden; für 2018 haben wir sie finanziert.

Bitte tragen auch Sie dazu bei, die Schutzgebiete im Ostkongo und ihre Gorillas dauerhaft zu erhalten. Da sich immer mehr Organisationen aus dieser schwierigen Region zurückziehen, wird unsere verlässliche Unterstützung dort immer wichtiger.

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