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S.O.S Gorilla

Kategorie: Aktionen

So sieht die Website S.O.S Gorilla im Juli 2012 aus.

Das erste Entwicklungsstadium der Website (links) und die endgültige Startseite

Ich heiße Hèctor Prat und habe eine Leidenschaft für Gorillas seit meiner Kindheit. Vielleicht liegt es daran, dass ich in der Stadt geboren wurde, in der der berühmte weiße Gorilla Copito de Nieve lebte. Schon immer habe ich die Stärke, Schönheit, Intelligence, die Lebensweise und die Augen der Gorillas bewundert. Als ich beinahe täglich von ihrer gefährlichen Lage in Afrika las, beschloss ich deshalb, ihnen zu helfen, soweit ich es konnte. Als Computer-Programmierer dachte ich dabei an ein Internet-Projekt.

So entwickelte ich 2008 SOS Gorilla, in der Hoffnung, auf eine originelle Art Spenden zu sammeln. Wer möchte, kann unseren Freunden, den Gorillas, helfen, indem sie/er Teile eines Fotos "kauft", das eine Gorillamutter mit Kind zeigt. Dieses Bild wird pixelweise sichtbar, und der Name des Spenders und sein Web-Link erscheinen, wenn man man mit der Maus über die gespendeten Pixel fährt.

Zunächst musste ich ein gutes Bild finden, das der Fotograf für die gute Sache umsonst zur Verfügung stellte. Ich hatte das Glück, einen großartigen Fotografen zu finden, Darren Kumasawa, der ebenfalls die Gorillas bewundert und mir für das Projekt eines seiner besten Fotos schickte.

Meine Frau Raquel und meine Töchters Ona und Xènia, die sehr verständnisvoll waren und mir immer wieder Mut machten, waren meine größte Unterstützung, als ich stundenlang daheim am Computer saß, um die Website zu programmieren. Sobald die grundlegende Struktur stand, musste ich die Unterstützung von Institutionen gewinnen, nicht nur um das Projekt bekannt zu machen, sondern vor allem um Seriosität zu garantieren - was extrem wichtig ist, da dem Internet oft sehr viel Misstrauen entgegengebracht wird. Der Zoo Barcelona, vor allem die Primaten-Konservatorin Dr. Mª Teresa Abelló, waren von Anfang an begeistert von der Idee und bemühten sich um weitere Unterstützung, etwa vom europäischen Zooverband EAZA.
Der nächste, sehr wichtige Schritt, war die Entscheidung, wohin die Spenden gehen sollten. Dr. Abelló empfahl mir die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe. Sie beschrieb mir die Arbeit des Vereins mit so viel Leidenschaft und sprach über ihre Freundin Angela Meder, die ich in Barcelona auch kennenlernte, dass ich ohne Zögern beschloss, dass sie die ideale Organisation für die eingenommenen Spendengelder sind.

Schließlich fehlten nur noch die Spender, Tierfreunde wie ich, die ein bisschen dazu beitragen wollen, diese einzigartigen Tiere zu erhalten. Es bringt nichts, darauf zu warten, dass sie von sich aus kommen, also schrieb ich an die Betreiber von Websites, Zeitungen, Radiosendern, Freunden und sozialen Natzwerken, bis ich die ersten Ergebnisse erhielt. Im Juli 2012 hatte das Projekt mehr als 1000 Euro Spenden eingenommen und über 5000 Pixel des Fotos sind verkauft worden - ein bemerkenswertes Ergebnis, wenn man bedenkt, in welcher schwierigen wirtschaftlichen Situation wir sind.

Wenn das Bild irgendwann vollständig sichtbar ist, werden 96 000 Euro Spenden eingenommen sein. Ich habe immer noch den Traum, dass uns dies irgendwann gelingen wird für unsere geliebten Gorillas.

Hèctor Prat

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