Öl im Virunga-Park - Update

Kategorien: Ausgabe 49, Abbau von Bodenschätzen, D. R. Kongo, Virunga-Nationalpark, Gorilla Journal

Fritz im Nürnberger Zoo - mit etwa 54 Jahren einer der ältesten Gorillamänner der Welt (© Angela Meder)

Am 11. Juni 2014 ging die Meldung durch die Medien, dass die Ölfirma SOCO sich nach Verhandlungen mit dem WWF dazu entschlossen hätte, ihre Arbeiten im Virunga-Nationalpark einzustellen. Die Freude über diese Nachricht wurde allerdings bald durch die Aussage gedämpft, dass SOCO keineswegs auf die Ausbeutung der Ölvorkommen verzichten will.

In ihrem neuen Bericht Drillers in the Mist stellt die Organisation Global Witness nun die Methoden von SOCO vor; verwendet wurden auch Erkenntnisse von den Dreharbeiten des neuen Virunga-Films. Dabei kamen zahlreiche Unregelmäßigkeiten ans Licht: SOCO soll sich mit Geld die Unterstützung von Rebellengruppen gesichert und Politiker, Behörden usw. bestochen haben. Einem Wildhüter sollen Tausende von Dollars für die Bespitzelung seines Chefs angeboten worden sein. Kritiker der Ölexploration wurden bedroht und teilweise brutal angegriffen.

Global Witness (2014): Drillers in the Mist. How Secret Payments and a Climate of Violence Helped SOCO International Open Africa's Oldest National Park to Oil. Der Bericht zum Download

Website des Virunga-Films  - der Film ist auch auf Netflix zu sehen!