Reisen zu den Gorillas

Wenn Sie zu den Gorillas reisen wollen, sollten Sie sich gut vorbereiten - im Interesse Ihrer Sicherheit und Gesundheit, aber auch, damit Sie Unannehmlichkeiten vermeiden und ihre Reise richtig genießen können. Falls Sie wissen wollen, was andere Gorillabesucher erlebt haben, haben wir interessante Reiseberichte für Sie.

Warum ist ein Besuch bei den Berggorillas so teuer?

Der Wunsch, die Gorillas ohne Touristen zu beobachten und weniger zu bezahlen, ist verständlich und durchaus nicht ungewöhnlich, hat aber kaum Aussicht auf Erfolg. Ich habe von 1987 bis 2002 im Naturschutz in Uganda gearbeitet, ähnliche Anfragen aus aller Welt haben wir viele bekommen. Bei einer Weltpopulation von ca. 700 Berggorillas, wovon nur ein Teil für den Tourismus habituiert ist (potentielle Besucher aber in die Tausende gehen) kann man sich den Druck auf die Tiere vorstellen. Deshalb sind strikte Regeln aufgestellt worden, wonach eine Gorillagruppe nur 1 Stunde pro Tag besucht werden und die Besuchergruppe nicht mehr als 8 Touristen umfassen darf. Trotz der hohen Gebühr sind die Besuche oft bereits ein Jahr im Voraus ausgebucht. Ein Antrag auf individuelle Ausnahmen hat so gut wie keine Aussicht auf Erfolg. Es wird immer über die hohen Preise gestöhnt. Im Prinzip könnte man bei den Gorillas jeden Preis verlangen - es gibt immer genug Leute, die sich diese Exklusivität leisten können. In Uganda werden die Einnahmen dazu benutzt, die laufenden Kosten in den anderen Nationalparks und Wildschutzgebieten teilweise zu finanzieren. Bisher unterstützte die Weltbank die ugandische Nationalparkbehörde; diese Gelder laufen allerdings Ende 2007 aus. Jeder Dollar wird dann für den Unterhalt der Parks und Schutzgebiete gebraucht. Natürlich gibt es weitere Gebiete mit Menschenaffen, nur eben keine habituierten Gruppen. Die Habituierung von Menschenaffen dauert 3-4 Jahre und ist eine große finanzielle und zeitliche Investition.

Wilhelm Möller

Gorillatourismus - pro und contra

Seit Ende der 70er Jahre gibt es in Ruanda intensiven Gorillatourismus; Berggorillagruppen wurden speziell für Touristenbesuche an Menschen gewöhnt. Später geschah dies auch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda. Damit die Tiere nicht darunter leiden, gelten strenge Regeln für die Besucher. Doch reicht das aus? Durch die Nutzung der Gorillas soll ihr Schutz gesichert werden - allerdings kann sich der Tourismus auch negativ auf die Tiere auswirken.

Vorteile Nachteile
Höhere Sicherheit: Die Anwesenheit von Menschen hält Wilderer ab. Gorillas verlieren ihre Scheu vor Menschen: Sie plündern Felder und flüchten nicht vor Wilderern.
Besseres Monitoring: Durch regelmäßige Besuche können Geburten, Todesfälle und andere Veränderungen, Gesundheitsprobleme bei den einzelnen Gorillagruppen und illegale Aktivitäten in den Schutzgebieten rasch erkannt werden. Infektionen: Von Menschen und Nutztieren können Krankheiten auf Gorillas übertragen werden.
Devisenquelle: Beträchtliche Einnahmen sichern den Unterhalt der Schutzgebiete. Sie kommen den Nationalparkbehörden zugute und allen, die am Tourismus verdienen (in geringerem Maße auch der dort ansässigen Bevölkerung). Verhaltensänderungen: Die Anwesenheit von Menschen bedeutet Stress für die Gorillas.
Bekanntheit: Gorillas als imposante Tiere erzeugen großes Interesse - bei Medien ebenso wie bei Wissenschaftlern. Bevölkerungsdruck: Immer mehr Menschen hoffen, vom Tourismus zu profitieren, und ziehen ins Umfeld der Schutzgebiete. Menschen, die in der Nähe der Gorillas leben, sind häufig verärgert, wenn sie nicht oder nur wenig am Tourismus verdienen, und können dann die Schutzbemühungen behindern.
  Habituierung zu vieler Gorillas: Die Abhängigkeit der Länder vom Gorillatourismus steigt, und immer mehr Gorillagruppen werden habituiert.
  In den Nationalparks wird für Touristen-Einrichtungen Land verbraucht und Vegetation zerstört.

Mondberge: Ruhija, Uganda 2011

Gorilla bei Ruhija (© www.mondberge.com)

Uganda, Juni 2011: Nach der faszinierenden Wanderung durch den Ruwenzori und einer kurzen Safari im Queen-Elisabeth-Park liegt der Besuch der...

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Peter Gold: Uganda 2009

Der Gorillakopf wird vergrößert durch Knochenkämme des Schädels, an denen die kräftige Nacken- und Kaumuskulatur ansetzt. (© Peter Gold)

Begegnung mit dem Silberrücken
Gorilla Charles ist ein stattlicher Silberrücken und Chef von sieben Artgenossen. Morgens um 10 gibt er sich auf einer...

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Andreas Klotz: Uganda 2009

Seit dem 1. Mai 2009 ist eine neue Internet-Community-Plattform unter www.mondberge.com online. Im Januar 2009 waren 8 Fotografen in Uganda, haben im...

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Rolf Brunner: Ruanda/Uganda 2008

Rolf Brunner beim Gorillabesuch

Nach vielen Jahren hatte ich mich nun auch einmal wieder nach Zentralafrika begeben. Mein vordringlichster Wunsch war natürlich, die Gorillas zu...

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Beate Strobel: Ruanda 2008

Die Berggorillas im Norden Ruandas zu besuchen, das war schon seit vielen Jahren unser Traum, der sich im Juli 2008 erfüllte. Wir, das sind drei...

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Angela Meder: Uganda 2006

Die Strick-Kooperative in Kisoro stellt Pullover für Wildhüter her.

Vom 25. bis 30. Juni fand in Entebbe der Kongress der internationalen Primatologen-Gesellschaft IPS statt - und der ugandische Präsident Yoweri...

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Angela Meder: Kahuzi-Biega 2006

Die Mitglieder von POPOF probieren die gespendete Kamera aus.

Ende Januar 2006 besuchte ich zusammen mit dem Fotografen Christian Kaiser den Kahuzi-Biega-Nationalpark und einige der Projekte im Parkumfeld, die...

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Denise Nierentz: Nigeria 2006

Denise Nierentz mit dem Direktor des Cross-River-Nationalparks, Alhaji Abdulsalam.

Vom 13. Januar bis 17. Februar bereiste ich Nigeria, wo die stark bedrohten Cross-River-Gorillas, eine Unterart des Westlichen Gorillas, ihr...

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Christoph Lübbert: Uganda/Ruanda 2002

In weiten Teilen der Nordprovinzen Ugandas gilt derzeit aufgrund erheblicher Rebellenaktivität der LRA (Lord's Resistance Army) der Ausnahmezustand....

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Susan Götsch: Mgahinga 2002

Im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark, im südwestlichsten Zipfel Ugandas, gibt es nur eine habituierte Gorillagruppe, die von höchstens 6 Personen für...

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Iris Weiche: Uganda 2001

Im Juli war ich zusammen mit Dr. J. Ströbele-Gregor in Uganda, um mit Vertreter von Regierungs- und Partnerorganisationen zusammenzutreffen. In...

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Cyril Grüter: Ruanda 2001

Bei meinem letzten Gorillabesuch in Ruanda im März/April 2000 hatte die durchschnittliche Besucherzahl pro Gorillagruppe bei 2 Personen gelegen. In...

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Jean-François Segers: Kahuzi-Biega 2000

Neue Eindrücke brachte ich von meiner Reise im Oktober mit, bei der ich auch die Gelegenheit hatte, die Gorillafamilie Mugaruka wiederzusehen. Im...

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Klaus Griegel und Sylvia Wladarz: Uganda/Ruanda 2000

Nachdem wir im Februar 1999 die Berggorillas im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark sehen konnten, war selbstverständlich unser Interesse auch für die im...

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Juliana Ströbele-Gregor: Ruanda 2000

Im August 2000 besuchten Hans-Christian Ströbele, Abgeordneter der Bündnisgrünen, und ich den Parc National des Volcans in Ruanda sowie das Mountain...

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Cyril Grüter: Ruanda 2000

Blick auf die Virunga-Vulkan (© Cyril Grüter)

Während meines dreitägigen Aufenthaltes im nordwestlichen Teil Ruandas Anfang Mai 2000 habe ich ein paar Eindrücke von der aktuellen Situation im Parc...

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Wolfgang Ettel: Jomba 1998

Wolfgang Ettel bei der Gorillagruppe (© Wolfgang Ettel)

Im Rahmen meiner Uganda-Reise im Februar 1998 war es ursprünglich vorgesehen, die Gorillas im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark zu besuchen. Nur noch...

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Theo Michael Schmitt: Bwindi 1997

Junger Bwindi-Gorilla zieht an der Jacke eines Wildhüters (© Michael Schmitt)
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Christoph Lübbert: Uganda 1997

Christoph Lübbert mit Wildhütern am Fuß des Sabinyo (@ Johannes Refisch)

Vom 8.-12. Dezember 1997 fand in Ugandas Hauptstadt Kampala eine internationale Tagung zum Berggorillaschutz statt, an der Johannes Refisch als...

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Christoph Lübbert: Uganda/Ruanda/Zaire 1996

Ziel meiner Reise vom 9. Februar bis 3. April 1996 war die Gewinnung aktueller Informationen für mein Reisehandbuch Uganda und Ost-Zaire, das im...

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Johannes Refisch: Uganda 1993

Die Reise im Auftrag der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe (6.8.-5.11.93) führte in den Bwindi-Impenetrable-Nationalpark, den...

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