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Überfall am Mikeno

Juli 2012
Kategorien: Ausgabe 44 | Berggorillas | D.R. Kongo | Gefahren | Mikeno-Sektor

Bosco Ntaganda wird wegen Kriegsverbrechen vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht. Er kämpfte mit Laurent Nkunda im Osten der Demokratischen Republik Kongo, bis dieser festgenommen wurde. Ntaganda diente danach in der Regierungsarmee, die er am 31. März 2012 verließ. Darauf meuterten mehrere hundert Soldaten und nahmen den Kampf gegen die Armee auf. Am 11. April erließ der Präsident einen Haftbefehl gegen Ntaganda. Ende April griff die Regierungsarmee die Meuterer, die sich „M23“ nennen, in Masisi an; diese flüchteten in den Virunga-Nationalpark, zunächst in den Nyiragongo-Sektor. An der ruandischen Grenze griff die Armee wieder an, worauf am 8. Mai ein Teil der Rebellen in den Mikeno-Sektor eindrang. Seit dem 10. Mai gibt es immer wieder heftige Gefechte, auch bei den Patrouillenposten Bikenge und Jomba, zwischen den Rebellen und UN-Truppen und dem kongolesischen Militär. Alle Wildhüter wurden evakuiert und der Gorillatourismus eingestellt. Zehntausende von Menschen strömten in Flüchtlingslager in Kongo, Uganda und Ruanda.

Am 8. Juli war die Bedrohung so groß, dass die Wildhüter und ihre Familien aus dem Hauptquartier in Rumangabo evakuiert werden mussten. Die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe unterstützt den Nothilfe-Fonds für diese Rettungsaktion mit 5000 US-Dollar!

Mehr und Aktuelles im Opens external link in new windowBlog des Virunga-Nationalparks sowie auf der Website zur Opens external link in new windowKrise in Virunga. Ein PDF Opens external link in new windowDokument mit Informationen wurde ebenfalls zusammengestellt.

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Junger Berggorilla in Ruanda (© Manfred Hartwig)