Neues aus der Gorilla-Genetik |
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| März 2012 | ||
| Kategorien: Gorilla-Arten | Mensch & Gorilla | Systematik |
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Die Sequenzierung des Gorilla-Genoms erbrachte unerwartete Ergebnisse. Bisher nahm man an, dass Mensch und Schimpanse einen jüngeren gemeinsamen Vorfahr haben als die beiden Gattungen mit dem Gorilla. Eine neue genetische Studie, die jetzt in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde, stellt diese These in Frage. Die Genetiker stellten fest, dass diese Sichtweise für 70% des Genoms zutrifft – aber nicht für den Rest. In 30% des Genoms Westlicher Flachlandgorillas sind die DNA-Sequenzen den entsprechenden Sequenzen von Menschen oder Schimpansen ähnlicher als die Sequenzen von Schimpansen und Menschen es sich sind. Dafür sind zwei Erklärungen möglich. Die erste ist eine unvollständige Aufteilung der Linie; wenn eine Evolutionslinie sich teilt, können die Genvarianten durch Zufall unterschiedlich verteilt werden, und die beiden dabei entstandenen Linien haben dann verschiedene Genvarianten. Die andere mögliche Erklärung ist Genfluss; die Teilung der Linie ist oft nicht sofort vollständig, sondern einzelne Tiere wechseln noch einige Zeit zwischen den Tochterpopulationen. Zusammenfassung eines Artikels von A. Scally et al. in Nature 483, 169-175 (2012) |
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