Gorilla-Journal 34, Juni 2007

Zählung der Gorillas in Bwindi

Im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark wurden zwischen April und Juni 2006 die Gorillas gezählt - zum vierten Mal. Dabei ergab sich, dass ihre Zahl seit 1997 von 300 auf 340 Tiere gestiegen ist; das entspricht einer Zunahme um 12%. Zusammen mit den Virunga-Gorillas, der anderen Berggorilla-Population, hat sich damit die Gesamtzahl der Berggorillas auf schätzungsweise 720 erhöht.
Nach der aktuellen Zählung gibt es in Bwindi 30 Gorillagruppen mit jeweils 3-28 Tieren und 11 einzelgängerisch lebende Gorillamänner. Die Altersklassen sind in der Population normal verteilt.
Bei der Zählung durchstreiften mehrere Teams den gesamten Park. Um sicherzustellen, dass keine Gorillagruppe doppelt erfasst wurde, sammelten diese Teams Kotproben, deren genetisches Material später im Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersucht wurde.
5 der 30 Gorillagruppen sind an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt; 4 davon wurden bisher für den Tourismus habituiert, eine Gruppe wird zu Forschungszwecken beobachtet. Die 5 habituierten Familien umfassen insgesamt 76 Tiere, das sind 22% der Gesamtpopulation des Parks.

Alastair McNeilage, Martha M. Robbins, Katerina Gushanski, Markye Gray und Edwin Kagoda

Dr. Alastair McNeilage ist Direktor des ITFC in Ruhija, Bwindi.
Dr. Martha Robbins arbeitet am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig und beobachtet die Gorillas in Bwindi.
Katerina Gushanski macht ihre Doktorarbeit am Max-Planck-Institut.
Maryke Gray ist Information Management Officer des IGCP.
Edwin Kagoda arbeitet für die UWA als Warden für Forschung und Monitoring in Bwindi.

An dieser Gorillazählung waren UWA-Mitarbeiter, Forscher und Naturschützer beteiligt. Sie wurde von zahlreichen Organisationen unterstützt, unter anderem von USAID, ITFC, WCS, IGCP, dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, WWF und der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe.
 

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