Gorilla-Journal 31, Dezember 2005

Erdrutsch

Jahrzehntelang wurden immer höhere Lagen der Virungavulkane abgeholzt, da die Menschen neue Felder brauchten - und das hat sich nun gerächt. Der Boden, der nicht mehr durch die Wurzeln der Bäume stabilisiert wird, kann abrutschen. Am 27. April löste sich nach starken Regenfällen in Ruanda ein mächtiger Erdrutsch, der Felsbrocken, Bäume und große Wassermengen mitriss. Mindestens 4 Menschen starben und 7 Kinder verschwanden. Die Vegetation auf großen Flächen und mehr als 17 Häuser wurden zerstört.
Kurz nach dem Erdrutsch untersuchte die ruandische Polizei zusammen mit Militärs und Wildhütern des Vulkan-Nationalparks die Schäden und versuchte festzustellen, wie groß die Gefahr für weitere Erosion und Erdrutsche ist. Die ugandische Seite des Vulkans war nicht von dem Unglück betroffen.
Das IGCP versucht, der Bevölkerung zu helfen und sie zu überzeugen, auf weniger steile Hänge auszuweichen. Außerdem hilft das IGCP den Menschen, die am Rand des Nationalparks leben, alternative Verdienstmöglichkeiten zu finden, damit sich die Erosion nicht noch weiter verschlimmert. Das IGCP und andere Organisationen versuchen auch, an den Parkgrenzen wieder Waldbäume zu pflanzen.

Zusammenfassung einer Pressemeldung des AWF
 

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