Gorilla-Journal 31, Dezember 2005

Wildhüterstationen im Cross-River-Gebiet in Nigeria

Die neue Wildhüterstation Anape am Rand des Boshi-Walds im Cross-River-Nationalpark ist jetzt fertig. Mit finanzieller Unterstützung des schwedischen Zoos Kolmården und der WCS ist ein Gebäude mit Unterkünften und Büroräumen für Wildhüter und Forscher entstanden. Ein Team von 10 Wildhütern ist bereits dort stationiert. Allerdings gibt es noch einiges zu tun: Die Mitarbeiter müssen ihr Wasser noch aus einem nahe gelegenen Fluss holen, bis der geplante Wassertank installiert ist. Auch die Kommunikationsausrüstung, Sonnenkollektoren und Möbel wie Betten und Stühle fehlen bisher.
Die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe spendete 4000 Euro, um die beiden Forschungsstationen im Afi Mountain Wildlife Sanctuary und in den Mbe-Bergen zu renovieren. Die Baumaterialien wie Holz, Zement und Dachplatten wurden bereits in Calabar besorgt und müssen jetzt von Trägern in die Berge transportiert werden. Mit dem Bau soll gleich nach dem Ende der Regenzeit begonnen werden.
Beide Stationen werden ein sicherer, bequemer Ausgangspunkt für Wildhüter auf Patrouille und für Spurenleser sein, die die Gorillas in den Bergen überwachen.
Noch eine weitere gute Nachricht zum Schluss: In den letzten 12 Monaten wurde im Cross-River-Nationalpark kein Fall von Gorillawilderei bekannt.

  Foto: Andrew Dunn
Anape-Wildhüterstation

Andrew Dunn

Andrew Dunn ist seit 2004 Projektmanager des WCS-Biodiversitäts-Forschungsprogramms in Südostnigeria. Seit 1989 arbeitet er in Forschungs- und Naturschutzprogrammen in Afrika, seit 1995 in Nigeria.


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