Gorilla-Journal 29, Dezember 2004

Feuer am Mikeno

Feuer hat auch im Mikeno-Teil des Virunga-Nationalparks Schaden angerichtet. Mitglieder des Dialog-Komitees in Jomba reagierten schnell und konnten Schlimmeres verhindern.
Große Trockenheit, sengende Sonne und starker Wind hatten am Mittag des 8. Juli 2004 ein Feuer auf einem Feld an der Grenze des Parks entstehen lassen. Ein Parkmitarbeiter entdeckte es bei seiner Patrouille und alarmierte per Walkie-Talkie das Dialog-Komitee in Bunagana. Der Präsident des Komitees aktivierte einige Dorfbewohner sowie die Polizei und eilte zum Park. Bauern, die auf benachbarten Feldern arbeiteten, kamen zur Unterstützung dazu. Insgesamt 26 Personen halfen, das Feuer zu löschen.
Da keine anderen Geräte vorhanden waren, erstickten die Helfer die Flammen mit Erde, abgeschnittenen Ästen und feuchten Wurzeln, die sie aus dem Boden rissen. Gemeinsam gelang es ihnen, das Feuer schnell zu löschen. Trotzdem hatten die Flammen bereits eine 25 m tiefe und 20 m breite Schneise in den Wald gefressen.

Claude Sikubwabo Kiyengo

Claude Sikubwabo Kiyengo studierte Biologie an der Universität Kisangani, Zaire. 1987 begann er als wissenschaftlicher Assistent im Ituri-Projekt von John und Terese Hart. Von 1989-1992 untersuchte er die Verbreitung der Gorillas im Maiko-Nationalpark, und 1994 nahm er an der Gorilla-Bestandsaufnahme im Kahuzi-Biega-Nationalpark teil. Ab 1995 arbeitete er als Forschungs-Attaché für die Nationalparkbehörde IZCN/ICCN (Institut Congolais pour la Conservation de la Nature) in Goma, danach für das Peace Parks Project, ebenfalls in Goma, für die IUCN und heute wieder für das ICCN.

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