Gorilla-Journal 29, Dezember 2004

Feuer im Kahuzi-Biega-Park

Ein Buschfeuer brach Anfang Juli im Hochlandteil des Kahuzi-Biega-Nationalparks aus. Die große Trockenheit im Jahr 2004 begünstigte die Ausbreitung des Feuers; die Trockenzeit hatte bereits im März angefangen und dauerte diesmal länger als üblich. Vom Feuer betroffen sind auch Bereiche des Parks, die von bewaffneten Gruppen besetzt sind und daher von den Parkmitarbeitern nicht kontrolliert werden können. Wie das Feuer entstand, ist noch unklar. Vermutlich wurde es von Bauern, kongolesischen Soldaten oder Interahamwe-Rebellen gelegt. ICCN-Mitarbeiter mobilisierten die Bevölkerung zu einer Löschaktion in den zugänglichen Parkteilen. Über 400 Personen arbeiteten Tag und Nacht und halfen, die Flammen zu ersticken. Bei einem Flug über den Park konnten wir uns ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung machen: Das Gebiet um den Mt. Kahuzi wurde stark in Mitleidenschaft gezogen, ebenso der Südteil des Korridors zwischen den Parkteilen. Die Bambuswälder sind dagegen weniger stark geschädigt. Auch einige Farmen und Hügel außerhalb des Parks wurden Opfer der Flammen.

Bernard Iyomi Iyatshi und Carlos Schuler

Feuer in Kahuzi-Biega  Foto: Carlos Schuler

Bernard Iyomi Iyatshi ist seit August 2002 Konservator des Kahuzi-Biega-Nationalparks. Bevor er 1990 in Kahuzi-Biega begann, hatte er bereits in mehreren anderen Nationalparks und in der ICCN-Zentrale gearbeitet.
Carlos Schuler war zunächst Setzer, danach Windsurf- und Skilehrer. 1983 besuchte er Bukavu, zwei Jahre später kam er zurück und seit 1994 arbeitet er dort für die GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit).

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