Gorilla-Journal 29, Dezember 2004
GRASP
Im Jahr 2001 wurde GRASP (Great Apes Survival Project - Projekt
zum Überleben der großen Menschenaffen) begründet. Seither
hat sich dort eine Vielzahl von Organisationen zusammengeschlossen, um
Lösungen für die Bushmeat-Krise zu finden. 2001 war es ein Dutzend
Partner, inzwischen sind es 39, darunter die UNESCO und die wichtigen
NGOs, die sich um den Schutz der großen Menschenaffen bemühen
und die Biodiversitäts-Konventionen unterstützen.
GRASP hat inzwischen Expertenteams in 17 der 23 Staaten geschickt, in
denen Menschenaffen leben; das führte zu stärkerer Unterstützung
des Menschenaffenschutzes und zur Förderung von Workshops für
nationale Initiativen, die National Great Ape Survival Plans (NGASPs).
Bisher sind solche Workshops in der Demokratischen Republik Kongo (September
2002), Kamerun (März 2003), Republik Kongo (April 2003) und Ruanda
(Juli 2003) abgehalten worden. Dort gibt es also NGASPs. GRASP hat außerdem
schon mehrere Projekte von Partner-NGOs unterstützt.
GRASP führte im April 2004 zusammen mit den UN-Friedensmissionen
eine Aufklärungskampagne zum Handel mit jungen Menschenaffen und
Bushmeat in der Demokratischen Republik Kongo und dem südlichen Sudan
durch.
Experten setzten sich in Paris zusammen, um ein Treffen der Regierungen
zum Thema Menschenaffen und GRASP vorzubereiten; aus diesem Expertentreffen
gingen grundlegende Partnerschafts-Dokumente hervor. Sie stehen zum
Download zur Verfügung.
GRASP bereitet das große Regierungstreffen für 2005 vor. Voraussichtlich
werden dabei der Bericht des Vorbereitungskomitees und die Dokumente angenommen.
Die wichtigsten Ziele sind, dass mehr Geldmittel zur Finanzierung von
Menschenaffenschutzprojekten beschafft werden können und dass auf
höchster politischer Ebene eine Menschenaffen-Deklaration verkündet
wird.
UNEP/GRASP schaltete sich im April 2004 bei der illegalen Besetzung und
Abholzung des Virunga-Nationalparks ein. Gemeinsam
mit mehreren Naturschutzorganisationen wirkte UNEP/GRASP auf die Regierungen
von Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo ein, die Zerstörung
des Parks durch Siedler zu beenden und für deren Abzug zu sorgen.
UNEP unterstützte den Bau der Mauer zur Markierung der Parkgrenze
mit 50 000 US-$.
Daniel Malonza
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