Gorilla-Journal 26, Juni 2003

Aktuelles aus Kahuzi-Biega

 
Anfang Mai bewegten sich verschiedene Truppen im Hochlandteil des Kahuzi-Biega-Nationalparks und um ihn herum. Glücklicherweise zogen sich diese Militärs, die nun 7 Monate lang im Lebensraum der habituierten Gorillafamilien in Lauerstellung waren, ohne großen Kampf zurück. Dank einer intensiven Sensibilisierung von allen Seiten (Krieg führende Parteien, Machthaber, UNESCO, die UN-Schutztruppe MONUC etc.) wurde eine Lösung gefunden, die das Überleben der Gorillas sichert. Sie haben ihren Lebensraum jetzt wieder allein für sich. Die Machthaber zeigten viel Verständnis dafür – mit einer bemerkenswerten Weitsicht –, das Welterbe für die Zukunft als eine Hauptsäule des Tourismus und der Wirtschaft im Allgemeinen zu retten.
Inzwischen wurden die Patrouillenposten Mugaba und Kasirusiru von den Wildhütern wieder in Betrieb genommen und weitere Posten sollen auch bald wieder funktionieren. Jeden Tag werden die Gorillas
aufgesucht, bisher sind keine Verluste unter ihnen bekannt. Seit dem 12. Mai verfügt die Station Tshivanga wieder über Elektrizität – eine große Erleichterung für die Parkangestellten und die Verwaltung des Parks insgesamt.

Bernard Iyomi Iyatshi, Carlos Schuler

Bernard Iyomi Iyatshi ist seit August 2002 Konservator des Kahuzi-Biega-Nationalparks. Bevor er 1990 in Kahuzi-Biega begann, hatte er bereits in mehreren anderen Nationalparks und in der ICCN-Zentrale gearbeitet.
Carlos Schuler war zunächst Setzer, danach Windsurf- und Skilehrer. 1983 besuchte er Bukavu, zwei Jahre später kam er zurück und seit 1994 arbeitet er dort für die GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit).

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