Gorilla-Journal 25, Dezember 2002

Gorilla konfisziert

Am 4. Oktober retteten die ruandische Nationalparkbehörde und die Polizei von Ruhengeri einen Berggorilla aus den Händen von drei Wilderern. Diese hatten das weibliche Jungtier drei Tage lang in einer Höhle versteckt, während sie auf einen Käufer warteten. Die Nationalparkbehörde nahm das 2-3 Jahre alte Jungtier in ihre Obhut. Die Untersuchung des Vorfalls dauert noch an. Eine Wiederauswilderung des Waisenmädchens, das Mvuyekure getauft wurde, ist geplant, sobald es sein Gesundheitszustand zulässt.
Am 25. Oktober brachten die Wilderer Vertreter der ruandischen Nationalparkbehörde zu den Leichen von zwei erwachsenen Berggorillas im Kongo, einer Gorillafrau und einem Schwarzrückenmann. 200 m entfernt wurden die Leichen von zwei weiteren Gorillas entdeckt. Sie waren schon wesentlich stärker verwest als die ersten beiden.
Die Berggorilla-Wilderei wird in einem Netzwerk von Personen organisiert, die mit Berggorilla-Jungtieren handeln. Zum Schutz der Gorillas sollen Dialog-Komitees in den umliegenden Dörfern ein Warnsystem organisieren. Wir werden die Einrichtung dieses Warnsystems unterstützen.  

Das Waisenmädchen   Foto: Christopher Whittier

Nachtrag: Eigentlich sollte Mvuyekure am 24. oder 25. Januar ausgewildert werden, aber sie starb am 23. Januar.

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