Gorilla-Journal 22, Juni 2001

Gorilla-Habituierung in Bwindi: John Bosco Nkurunungi

Die Gefahren. Mit der Habituierung verlieren Gorillas die Angst vor den Menschen. Sie wagen sich öfter aus dem Park heraus und teilen ihren Lebensraum mit Mensch und Vieh. Damit steigt das Risiko der Übertragung von Krankheiten oder Parasiten. Außerdem plündern habituierte Gorillas häufiger die Felder am Parkrand und die Ertragsausfälle führen zu Konflikten mit den Bauern.
Durch den Tourismus entwickelte sich der Bwindi-Nationalpark zu einem regelrechten Beschäftigungsmotor. Die Aussicht auf Arbeit lockte viele Menschen in der Region und die Bevölkerung stieg um den Nationalpark dramatisch an. Dem stehen aber nur begrenzt sauberes Wasser, Nahrung, Schulen und Unterkünfte gegenüber. Der Ökotourismus steht damit vor großen Herausforderungen, denn sein Erfolg hängt maßgeblich von der Qualität der Lebensräume und der Gesundheit der Gorillas ab. Durch Bildungs- und Entwicklungsprojekte muss deshalb ein harmonischer Ausgleich zwischen den Interessen der Menschen und des Naturschutzes geschaffen werden.

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