Gorilla-Journal 22, Juni 2001
Gorillabesuch in Ruanda
Bei meinem letzten Gorillabesuch in Ruanda im März/April 2000 hatte
die durchschnittliche Besucherzahl pro Gorillagruppe bei 2 Personen gelegen.
In diesem Jahr waren es zur gleichen Zeit rund 6 Personen. Man verteilt
die anwesenden Touristen grundsätzlich nicht auf die 4 Familien,
sondern versucht die maximale Besucherzahl von 8 Personen pro Gruppe auszuschöpfen.
Wie beim letzten Mal erhielt ich ein Permit für die Amahoro- und
die Suza Gruppe. Wir fanden die Amahoro-Gorillas nach einer rund einstündigen
Wanderung an einem Steilhang in Sichtweite der Felder jenseits der Parkgrenze.
Der Ausgangspunkt für das Suza-Tracking liegt an der Parkgrenze und
kann mit dem Geländewagen nicht erreicht werden. Wir mussten deshalb
zunächst rund 1 Stunde durch das landwirtschaftlich intensiv genutzte
Agrarland marschieren, bis wir in etwa 2700 m Höhe den Parkeingang
erreichten. Nach einer dreistündigen Wanderung erspähten wir
die ersten Mitglieder der Suza-Gruppe auf einer von der Sonne beschienenen
Waldlichtung oberhalb von 3000 m Höhe. Als die Gruppe dann vor Ablauf
der Besuchszeit weiterzog, machten auch wir uns auf den Rückweg.
Vulkanbesteigungen sind in Ruanda aus Sicherheitsgründen derzeit
nicht gestattet, in Uganda aber möglich.
Einige Guides haben immer noch keine richtige Ausrüstung (z. B. Wanderschuhe
oder Regenstiefel), obwohl das für ihren Job unerlässlich ist.
Cyril C. Grüter

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