Gorilla-Journal 22, Juni 2001
Cross-River-Gorillas in Kamerun
Im September 2000 nahm ich meine Gorillastudie in den Waldreservaten
Takamanda und Mone wieder auf. Das Takamanda-Waldreservat im Südwesten
Kameruns umfasst 676 km², das Mone-Waldreservat liegt südöstlich
davon und bedeckt eine Fläche von 538 km².
Schädelfunde im Mone-Waldreservat legten nahe, dass noch Gorillas
dort leben. Ob dies tatsächlich stimmt, versuchte ich herauszufinden.
Dazu führte ich Beobachtungen in 4 Hochlandgebieten nahe den Dörfern
Takpe, Kekpane, Mende und Obony durch. In dreien dieser Gebiete fand ich
tatsächlich Spuren von Gorillas. Im Gebiet um Takpe wurden sogar
über 30 Nester entdeckt. Im Mone-Waldreservat fanden wir in der Nähe
von Mbu 3 Gruppen von 6 Nestern. Das legt die Vermutung nahe, dass in
dieser Region Kameruns mehr Gorillas leben als bisher angenommen.
Zum Schutz der Gorillas fand im November 2000 ein Treffen mit den traditionellen
Chefs und Repräsentanten der Dörfer statt. In diesem Rahmen
wurde ein Jagdverbot für Gorillas, Schimpansen, Mandrills und Elefanten
beschlossen. Seit Dezember 1998 gibt es keine Berichte über gewilderte
Gorillas in diesem Gebiet mehr.
Jaqueline L. Groves

Jacqui Groves an einer Stelle der Basho-Hügel
(Takamanda-Reservat), an der kurz zuvor Gorillas gefressen haben
Jacqueline L. Groves heißt jetzt Sunderland-Groves.
Sie begann 1997 ihre erste Studie über die Gorillas des Takamanda-Reservats.
Seit 2000 untersucht sie die Cross-River-Gorillas in anderen Gebieten.
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