Gorilla-Journal 22, Juni 2001

Aus dem Cross-River-Nationalpark

Im Cross-River-Nationalpark machen sich verschärfte Gesetze und regelmäßige Kontrollen zunehmend bemerkbar. Im Südosten Nigerias an der Grenze zu Kamerun leben die äußerst gefährdeten Cross-River-Gorillas (Gorilla gorilla diehli), eine Unterart des westlichen Gorillas. Die Population besteht aus 150 Tieren, die in vier isolierten Gruppen im nördlichen Teil des Nationalparks und in den angrenzenden Wäldern leben. Wilderei, Landwirtschaft, Vieh, illegaler Holzeinschlag und das Fischen mit Gift beeinträchtigen den Park. Wegen Verstößen gegen die Schutzbestimmungen kam es mehrfach zu Verhaftungen und zur Verhängung von Bußgeldern. Die Zahl der Wildhüter und die Logistik reicht aber bei weitem nicht aus, um das gesamte Gebiet zu kontrollieren. So ist die Boshi-Extension derzeit praktisch ohne Schutz.
Trotz der eingeschränkten Mittel versucht die Parkbehörde gemeinsam mit der lokalen Naturschutzorganisation PPG (Primates Preservation Group) den Schutz vor Ort zu verbessern. So werden von zwei Forschungsstationen seit 1998 wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt. Ökotourismus ist geplant und mit verschiedenen Projekten sollen die Landwirtschaft, die Berufsbildung, das Gesundheitswesen und der Straßenbau entwickelt werden.

Edem A. Eniang

Kürzlich erhielt die PPG von uns 500 US-$ und Regenjacken zur Ausrüstung der Wildhüter.

Clement Ebin
Clement Ebin, der Generalmanager des Cross-River-Nationalparks, in einem von uns gespendeten Zelt

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