Gorilla-Journal 21, Dezember 2000

Schutz des Sarambwe-Walds

Mit finanzieller Unterstützung der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe im Juni 2000 ein Treffen aller im Gebiet arbeitenden Organisationen mit Vertretern der Regierung, der lokalen Bevölkerung und mit den traditionellen Chefs statt. Die von VONA (Voix de la Nature) und ICCN organisierte Arbeitstagung hatte zum Ziel, die Probleme im Sarambwe-Gebiet zu benennen und gemeinsame Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Die wichtigsten Punkte in den Augen der Bevölkerung sind:

  • Keine ausreichende Kontrolle des Waldgebiets durch das ICCN.
  • Abholzung des Walds.
  • Die Grenzen des Gebiets sind nicht ausreichend bekannt.
  • Die Bevölkerung ist nicht an der Verwaltung des Sarambwe-Gebiets beteiligt.
  • Gesetzestexte über Schutzzonen sind nicht allgemein verständlich verfasst.
  • Lokale Gruppen erhalten keine Unterstützung für ihre Schutzbemühungen.
  • Schwierige allgemeine Sicherheitslage.

Die größte Bedrohung für das Sarambwe-Gebiet ist die starke Abholzung des Walds. Um den Wald besser zu schützen, wurde beschlossen, die Sensibilisierungsmaßnahmen zu verstärken, die Bevölkerung in Entscheidungen einzubeziehen und Entwicklungsprojekte im Umfeld des Parks zu fördern. Die Grenzen des geschützten Walds sollen möglichst rasch festgelegt und die Umsiedlung der dort noch lebenden Familien unterstützt werden. Außerdem wird in den angrenzenden Dörfern mit der Wiederaufforstung des Sarambwe-Walds begonnen.

Claude Sikubwabo Kiyengo

Claude Sikubwabo Kiyengo studierte Biologie an der Universität Kisangani, Zaire. 1987 begann er als wissenschaftlicher Assistent im Ituri-Projekt von John und Terese Hart. Von 1989-1992 untersuchte er die Verbreitung der Gorillas im Maiko-Nationalpark, und 1994 nahm er an der Gorilla-Bestandsaufnahme im Kahuzi-Biega-Nationalpark teil. Ab 1995 arbeitete er als Forschungs-Attaché für die Nationalparkbehörde IZCN/ICCN (Institut Congolais pour la Conservation de la Nature) in Goma, danach für das Peace Parks Project, ebenfalls in Goma, für die IUCN und heute wieder für das ICCN.

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