Gorilla-Journal 21, Dezember 2000
Schutz der Cross-River-Gorillas
Im April 2000 stellte Nigeria den Afi-Wald an der Grenze zu Kamerun
unter Schutz. Der formal-rechtliche Status ist damit verbessert. Diese
positive Entwicklung haben wir der neu organisierten Forestry Commission
mit Chris Agbor und Etim Amika an der Spitze zu verdanken. Außerdem
hat sich ein Naturschutz-Konsortium gebildet, das die Forestry Commission,
Pandrillus, FFI und mich umfasst. Kelley McFarland und James Coleman organisieren
Wildhüterpatrouillen im Afi-Waldreservat.
Die Organisation Primates Preservation Group (PPG) überwacht im Cross-River-Nationalpark
den Gorillabestand in den Mbe-Bergen und der Boshi Extension. In letzerem
leben nach Berichten von Ernest Nwufoh 2 Gorillagruppen. Eine dieser Gruppen
hat 2 Junge. Im letzten Jahr wurden zudem keine Verluste durch Wilderei
registriert. Es scheint sich im Cross River State langsam ein Bewusstsein
für die Bedeutung des Gorillaschutzes zu entwickeln. Wichtig ist
hierbei das Engagement von Onari Duke, der Frau des neuen Gouverneurs
des Cross River State. Die First Lady regte den Bau eines Bildungs- und
Besucherzentrums in der Nähe des Gorillahabitats in der Boshi Extension
an.
Auf der anderen Seite der Grenze, in Kamerun, begann Jacqui Groves mit
einer Studie im Takamanda- und im Mawne-Waldreservat. Für April 2001
ist im Grenzgebiet ein Treffen von Naturschützern, Wissenschaftlern
und Regierungsmitarbeitern aus Nigeria und Kamerun vereinbart, um die
Maßnahmen für einen verbesserten Gorillaschutz und eine effizientere
Koordination abzustimmen.
John F. Oates
Foto:
Kelley McFarland
Ein Gorilla in den Afi-Bergen
Prof. John F. Oates ist Professor für Anthropologie
in New York. Seit 1994 befasst er sich mit der Ökologie von Primaten der
Tropenwälder.
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