Gorilla-Journal 20, Juni 2000

Tayna-Gorilla-Reservat-Projekt

Noch vor 40 Jahren bedeckte dichter Bambuswald das Hochland westlich des Edwardsees. Doch seither ist der Wald bis auf einzelne Bambusinseln fast verschwunden. Umsiedlungsprojekte und Migrationsbewegungen führten zu einem dramatischen Bevölkerungsanstieg und zu einer Zerstörung natürlicher Lebensräume. 1997 wurden bei Mbuhi und Lubero Spuren von Gorillas gefunden. Seither wurde das Gebiet um Mbuhi (A) unter Schutz gestellt. Das Gebiet südlich von Lubero (B) soll ebenfalls zu einem Reservat werden. Lokale Chefs haben sich schriftlich verpflichtet, Teile ihrer Gemeindegebiete unter Schutz zu stellen.

Jean Claude Kyungu und Pierre Kakule Vwirasihikya

Tayna-Karte

A Mbuhi-Reservat
B Tayna-Reservat

a Byakili
b Mutenda-Maini
c Kihuko
d, e, f Ndiva
g Kasugho


In Byakili liegt ein hoher Berg mit 3 Gorillagruppen, Mutenda-Maini ist ein Wald mit 3 Gorillagruppen, Ndiva eine Bergkette mit Primärwald, in dem Schimpansen und 5 Gorillagruppen leben. Kasugho enthält eine interessante Höhle und einen Wasserfall.

Die Begrenzung des Reservats wurde inzwischen geändert; eine neue Karte zeigt die Tayna-Übersicht.

Jean Claude Kyungu koordinierte von 1994-1999 das Programm einer ökologischen NGO. 1997 wurde er Biodiversitäts-Berater für Nordkivu. Er leitete das Tayna-Gorillareservat. Heute ist er Projektmanager im Mt.-Tshiabirimu-Gorillaprojekt.
Pierre Kakule Vwirasihikya wurde 1982 Wildhüter im Virunga-Nationalpark. Seit 1998 ist er Koordinator des Tayna-Gorillareservats und seit 2002 zusätzlich geschäftsführender Sekretär von UGADEC.

Tayna-Übersicht

Homepage