Gorillatourismus - pro und contra

Die beträchtlichen Summen, die für ein Gorillabesuch bezahlt werden müssen, verführen zur Korruption. Viele Personen verdienen daran und die Gefahr besteht, dass für sie nicht mehr der Gorillaschutz, sondern das Geld im Vordergrund steht. Nur durch sehr strenge staatliche Kontrolle kann vermieden werden, dass einzelne Personen die Regeln missachten. Durch zusätzliche Trinkgelder lassen sich manche Führer überreden, den vorgeschriebenen Mindestabstand zu den Gorillas zu unterschreiten. Dadurch wird die Gefahr der Krankheitsübertragung drastisch erhöht. Auch die Besucher müssen die Regeln beachten; manche bezahlen erstaunliche Summen, um illegal zu den Gorillas geführt zu werden. Es liegt vor allem in der Verantwortung jedes einzelnen Besuchers, ob der Tourismus den Gorillas schadet oder nützt.
Eine weitere Gefahr wurde in den letzten Jahren deutlich: Wenn Gorillas an Menschen gewöhnt sind, können sie von Wilderern viel leichter aufgespürt und getötet werden. Oft werden zuerst die habituierten Gruppen ausgelöscht.

Nindja schläft
Nindja in Kahuzi-Biega hält ein Schläfchen. Später wurde er von Wilderern getötet.
Foto: Armin Heymer