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Die meisten Gorillas, die heute in Zoos leben, sind bereits in Gefangenschaft
geboren. Ihre Vorfahren stammen fast immer aus den gewaltigen Regenwäldern
von Kamerun, Gabun und der Republik Kongo. Seit 1956 werden Gorillas in
Zoos gezüchtet und es sieht so aus, dass die Population in Gefangenschaft
erhalten werden kann.
Die Gorillahaltung hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verbessert.
Ganz wesentlich haben auch die Beobachtungen an frei lebenden Gorillas
dazu beigetragen. Während die Sozialstruktur der Gorillas im Zoo
gut nachgebildet werden kann, geht das beim Lebensraum nur sehr begeschränkt.
Da Gorillas Pflanzenfresser sind, überleben nur sehr robuste Pflanzen
in ihrer Reichweite.
In einem gut strukturierten Gehege, z. B. mit Trennwänden und mehreren
Räumen, können sich die Tieren aus dem Weg gehen. Auch Klettereinrichtungen
oder Liegeflächen über dem Boden bieten eine wichtige Bereicherung.
Eine klare Barriere zum Besucherraum, also ein Gitter oder eine Glasscheibe,
ist im Interesse der Gorillas notwendig. Auch wenn die Besucher gern freien
Blick auf die Tiere genießen wollen, sollten sie zum Wohl der Gorillas
gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen. Viele Zoos haben dies inzwischen
erkannt und gestalten ihre Gehege entsprechend. Aus der Sicht des Artenschutzes
ist die Haltung von Gorillas in Gefangenschaft nur dann gerechtfertigt,
wenn ihnen bestmögliche Lebensbedingungen geboten werden.

Gorillahaltung in Basel mit mehreren Räumen
und in Apeldoorn mit einem großen Außengehege
Fotos:
Angela Meder
Literatur zum Thema
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