Gorillas - Familienleben


Gorillas leben in Gruppen, die in der Regel aus einem erwachsenen Mann, mehreren Frauen und deren Jungtieren besteht. Heranwachsende Jungtiere beider Geschlechter verlassen meist die Gruppe, in der sie geboren wurden. Frauen treten immer in eine andere Gruppe ein bzw. gesellen sich zu einem einzelnen Mann, während männliche Gorillas meist zu Einzelgängern werden.
Der Ablösungsprozess geschieht bei Männern langsam - sie ziehen sich immer mehr an den Rand der Gruppe zurück, bis sie schließlich ganz weggehen. Eine Frau dagegen verlässt die Gruppe nur, wenn sie einem anderen Mann begegnet. Die Streifgebiete verschiedener Gruppen und einzelner Silberrückenmänner überschneiden sich und Begegnungen sind nicht selten. Viele Männer suchen sogar oft den Kontakt mit anderen Haremsgruppen, um Frauen zu gewinnen; die Leiter stabiler Haremsgruppen meiden andere erwachsene Männer, da sie sonst Gefahr laufen, Frauen zu verlieren. Wenn sie die Nähe eines Konkurrenten bemerken, versuchen sie diese durch Imponieren oder Angriffe zu vertreiben.

Spannung zwischen Gorillamännern
Spannung zwischen dem dominanten Silberrücken (rechts) und einem jungen Mann, einem Schwarzrücken. Der Gruppenleiter hält den Rivalen durch Imponieren auf Abstand.
Foto: Jörg Hess

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