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Früher stellte man den Menschen in eine eigene Familie und die großen
Menschenaffen in eine andere. Begründet wurde diese Einteilung mit
der Sonderentwicklung des Menschen, die vor allem auf der Spezialisierung
des Gehirns und der Fortbewegungsweise beruht. Heute sehen die meisten
Spezialisten dies als überholt an. Nach ihren Forschungsergebnissen
sind die Schimpansen am nächsten mit den Menschen verwandt, dann
kommen die Gorillas und die Orang-Utans sind nur entfernt mit all diesen
Arten entfernt.
Das Erbmaterial von Menschenaffen und Menschen stimmt in großen
Teilen überein. Besonders gering sind die Unterschiede bei der Kern-DNS.
Untersuchte Gene unterscheiden sich zwischen Mensch und Schimpanse nur
zu rund 1,2%, zwischen Mensch und Gorilla zu 1,6% und zwischen Gorilla
und Schimpanse zu 1,8%. Vom Orang-Utan unterscheiden sich die afrikanischen
Menschenaffen und der Mensch dagegen in rund 3,1% des analysierten Erbmaterials.
Bei der mitochondrialen DNS, die sich wesentlich schneller verändert,
stellten Genetiker 8,8% Unterschied zwischen Mensch und Schimpanse fest,
10,3% Unterschied zwischen Mensch und Gorilla, 10,6% zwischen Schimpanse
und Gorilla und 16-17% Unterschied zum Orang-Utan.
Verwandtschaftsbeziehungen der Menschenaffen und
des Menschen:
Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse, Bonobo, Mensch
Fotos:
Jörg Hess (3), Ellen Krebs, Angela Meder
Literatur zum Thema
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