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Von allen Primaten besitzt der Mensch mit durchschnittlich 1250 g bei
weitem das schwerste Gehirn; an 2. Stelle steht mit rund 500 g der Gorilla.
Die Gehirngröße allein gibt aber keinen zuverlässigen
Hinweis auf die geistigen Fähigkeiten der Tiere. Wenn man das Verhältnis
von Gehirn- und Körpergewicht betrachtet, rangiert der Gorilla an
letzter Stelle bei den Menschenaffen und Menschen.
Im Vergleich zu Schimpansen sind Gorillas ruhig, zurückhaltend und
duldsam, weniger anpassungsfähig und neugierig und zeigen weniger Drang zur Nachahmung. Die beiden Menschenaffen
haben völlig verschiedene Charaktere - daher kann man auch ihre Intelligenz
nicht so einfach vergleichen.
Ob Gorillas sich ihrer eigenen Identität bewusst sind, ist umstritten.
Bereits mehrfach präsentierten Wissenschaftler den Tieren einen Spiegel und beobachteten ihre Reaktion.
Die Ergebnisse waren widersprüchlich; bei manchen Experimenten sollen
sich die Tiere selbst erkannt haben, bei anderen wird dies bestritten.
Verhaltensforscher untersuchen
die geistigen Leistungen von Tieren eher an ihren natürlichen
Verhaltensweisen. Jede Menschenaffenart hat eine spezielle Intelligenz,
die sich in Anpassung an ihre Umwelt entwickelte.
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Ein Silberrückenmann in den Virunga-Vulkanen
(Demokratische Republik Kongo) |
| Foto: Klaus-Jürgen
Sucker | |