Wilderer töten zwei Berggorillas in Ruanda


Auf ihrer Jagd nach Jungtieren haben Wilderer in Ruanda am 9. Mai 2002 zwei Berggorillas getötet. Das war der erste Vorfall mit Wilderern seit 17 Jahren. Derzeit werden zwei Verdächtige von der Polizei verhört. Sie sollen einem kriminellen Ring angehören, dessen Ziel es ist, Baby-Gorillas zu fangen und zu verkaufen.
Zwei weibliche Gorillas der Suza-Gruppe wurden gezielt erschossen, weil man offenbar an ihre Kinder gelangen wollte. Ein zweijähriges Jungtier namens Bibisi ist bis heute verschwunden. Das zweite Jungtier wurde noch bei seiner toten Mutter aufgefunden, möglicherweise hatten die Wilderer es aus Angst vor dem Silberrückenmann zurückgelassen.

Ubuzima, die bei ihrer toten Mutter gefunden wurde, war etwa ein Jahr alt. Sie wurde im Mountain Gorilla Veterinary Centre aufgepäppelt und danach zu ihrer Gruppe zurückgebracht. Ein Schwarzrückenmann kümmerte sich um das Jungtier. Da Ubuzima erst ein Jahr und längst noch nicht entwöhnt war (Gorillakinder leben mehr als zwei Jahre von Muttermilch), ist ihre Lage sehr kritisch. Es geht ihr aber nach neuesten Berichten noch gut.

Nach Meldungen von Presseagenturen und Antoine Mudakikwa (Mountain Gorilla Veterinary Center)

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