Wieder ein junger Berggorilla konfisziert

Am 20 Dezember 2004 verhaftete die ruandische Polizei vier Männer, die der Wilderei verdächtig waren, und stellte einen 3-4 Jahre alten Berggorilla sicher. Das Jungtier war aus einer kongolesischen Gruppe gefangen worden. Die Männer hatten es über die Grenze nach Mutura in Ruanda geschmuggelt. Das Tier war in einem Sack versteckt; angeblich hatte es ein unbekannter Käufer in Kenia bestellt. Nach Aussage der Verdächtigen handelte es sich bei dem kleinen Gorilla um ein Mitglied einer habituierten Gruppe im Kongo. Sie sagten, dass sie das Jungtier gefangen hätten, nachdem erwachsene Gruppenmitglieder durch präparierte Banenen betäubt worden waren. Ob diese Geschichte tatsächlich stimmt, muss erst noch bei den kongolesischen Gorillagruppen geprüft werden.

Zusammenfassung einer AP-Pressemeldung

Am 7. Januar war noch nicht klar, was tatsächlich passiert ist. Auf jeden Fall fehlt kein Tier in den an Menschen gewöhnten Gorillagruppen auf der kongolesischen Seite der Virunga-Vulkale. Es trifft also nicht zu, dass das Jungtier aus einer der habituierten Gruppen bei Bukima stammt, wie die Festgenommenen behauptet hatten. Trotz intensiver Durchforstung der Wälder haben die kongolesischen Nationalpark-Mitarbeiter bisher keinen Hinweis gefunden, dass der junge Gorilla dort herkommt.

Persönliche Informationen von Fidele Ruzigandekwe, ORTPN,
und Deo Mbula, ICCN

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