Ausbruch der Vulkane Nyiragongo und Nyamulagira - Update August 2004 - Update November 2006


Am 17. Januar 2002 brach der Vulkan Nyiragongo im Ostkongo aus. Er liegt im Südteil des Virunga-Nationalparks, zu dem auch die Östlichen Virungavulkane gehören, auf denen die Berggorillas leben. Während die Östlichen Virungavulkane längst erloschen sind, brechen die Vulkane westlich davon immer wieder aus.

Bei dem neuen Ausbruch verschüttete die Lava etwa ein Fünftel der Stadt Goma, Hunderttausende Menschen haben Wohnung und Lebensgrundlage verloren. Der Vulkan brach in der Erntezeit aus; diese Ernte auf den fruchtbaren vulkanischen Böden versorgt nicht nur die Bevölkerung Gomas, sondern auch viele andere Regionen des Ostkongo. Mittlerweile hat die UNO genügend Geld zur Unterstützung der Betroffenen erhalten. Am 31. Januar beliefen sich die internationalen Hilfszusagen erreichten über 29 Millionen US-$.

Die Bergorillas auf den östlichen Virungavulkanen sind von dem Ausbruch nicht gefährdet.

Südlicher Virunga-Nationalpark
Südteil des Virunga-Nationalparks mit den beiden Vulkanen Nyamulagira und Nyiragongo. Die Berggorillas leben in den Östlichen Virungavulkanen.

Am Morgen des 25. Februar stellten Vulkanologen in Goma einen dramatischen Anstieg der seismischen Aktivität des Nyamulagira fest. Dieser Vulkan ist im Februar 2001 zum letzten Mal ausgebrochen und wochenlang floss Lava nach Westen in den Nationalpark. Die Experten vermuten, dass er innerhalb weniger Tage oder Wochen wieder ausbrechen wird. Allerdings fürchten sie nicht den Ausbruch des Vulkans, sondern die Beben, die damit einhergehen können und Kohlendioxid- und Methan-Lager im Kivusee destabilisieren würden. Diese giftigen Gase könnten dann nach oben gelangen und die Bevölkerung gefährden. Außerdem erzeugen die Beben Spalten im Erdboden, durch die ebenfalls Kohlendioxid austreten kann.

Nyamulagira-Eruption am 25. Juli 2002

Ein halbes Jahr nach dem Nyiragongo brach am 25.7. der andere aktive Vulkan in der Region aus, der Nyamulagira. Seine Lavafontäne stieg 100 m in den Himmel. Die Lava floss nach Norden in Richtung der Dörfer Sake und Tongo. Sie zerstörte auf ihrem Weg große Bereiche das Virunga-Nationalparks. Danach spie der Vulkan Schwefelgase in westliche Richtung (Masisi).

Ein erneuter Ausbruch des Nyamulagira wurde am 8. Mai 2004 gemeldet.

Update: 25. August 2004

Nach einem UN-Bericht verursachen Gase, Asche und Schlacken, die der Nyiragongo und der Nyamulagira ständig ausstoßen, beträchtliche Gesundheitsprobleme. Schätzungsweise 60 000 Menschen in der direkten Umgebung der Berge sind betroffen. "Etwa 30 000 km² westlich der Vulkane sind durch den Niederschlag von den Vulkanen zerstört worden", sagte Kasereka Mahinda, der Leiter der Abteilung Geophysik des Vulkan-Beobachtungszentrums des Centre de Recherche en Sciences Naturelles in Goma. Nach seiner Aussage stößt der Nyiragongo 18 000-51 000 mt Schlacke täglich aus, die Schwefeldioxid, Chloride und Fluoride enthält. Diese Verbindungen schädigen auch durch den "saurer Regen"-Effekt die Umwelt; in den vergangenen 2 Jahren haben die Erträge aus der Landwirtschaft schätzungsweise um 60% abgenommen. Auf etwa 5000 km² wurde im Virunga-Nationalpark alles zerstört. Weitere Ausbrüche sind durchaus möglich, aber Warnungen können höchstens einen Monat vorher ausgesprochen werden.

Update: 27. November 2006

Der Nyamulagira brach wieder aus und Lava floss aus, allerdings in eine andere Richtung als Goma. Die Stadt war nicht in unmittelbarer Gefahr, da der Nyirangongo eine Barriere für die Lava bildete und verhinderte, dass sie die Stadt erreichte.

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Virunga-Nationalpark

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