Die Bushmeat-Krise und unsere Ausstellung

Die massive Bedrohung wildlebender Tiere durch den kommerziellen, illegalen Handel mit Wildfleisch hat in diesem Jahr europaweite Aktionen hervorgerufen, bei denen auch wir beteiligt waren. Die Ausstellung Gorillas im Kochtopf im Stuttgarter Zoo war ein großer Erfolg und wird noch in vielen Zoos zu sehen sein. Sie bildet eine Grundlage für die Bushmeat-Kampagne des Europäischen Zooverbands (EAZA). Sie soll die Zoobesucher über die Hintergründe des Bushmeat-Handels informieren und Spenden für engagierte Organisationen sammeln, die sich für die Lösung des Problems einsetzen. Auch wir sind dabei vertreten.
Im Rahmen der Ausstellung werden Unterschriften für eine Petition gesammelt, die die politischen Entscheidungsträger Europas und Afrikas zu wirksamen Maßnahmen gegen den Bushmeat-Handel auffordert. In Stuttgart lag diese Liste erstmals aus und erbrachte 20000 Unterschriften! Anfang November 2001 wurden rund 2 Millionen Unterschriften an die EU in Brüssel übergeben. 2002 sollen die Petition an Regierungschefs afrikanischer Staaten überreicht werden.
Aller Orten bilden sich Arbeitsgruppen zur Bekämpfung des Bushmeat-Handels, so auch bei der CITES-Konferenz im Frühjahr 2000. Die IUCN verabschiedete bei ihrem Kongress in Amman im Oktober eine Resolution gegen den Bushmeat-Handel.
Erfreulich ist, dass sich weltweit eine gute Zusammenarbeit verschiedenster Vereine und Institutionen abzeichnet.
Sehr medienwirksam war eine Veranstaltung der Ape Alliance in London Ende September, zu der u. a. Jane Goodall, David Attenborough und Birute Galdikas anreisten. Dabei wurde die Kampagne 2001 – An Ape Odyssey vorgestellt, die die Hintergründe der akuten Bedrohung der Menschenaffen verstärkt an die Öffentlichkeit bringen soll.
Am 10. September 2001 fand in der Wilhelma eine Pressekonferenz statt, mit der auf das Problem aufmerksam gemacht werden sollte.

Inzwischen gibt es auch eine Website zur Kampagne, von der sie sich die Ausstellungstafeln als PDF-Dateien im DIN A4-Format herunterladen können. Außerdem können Sie die Ausstellung ausleihen. Das Bestellformular können Sie hier ausdrucken.

  In der Ausstellung

Wir werden uns weiter gegen den Bushmeat-Handel einsetzen. Helfen Sie uns, indem Sie sich an den Unterschriftensammlungen beteiligen, Informationen verbreiten und Presseaufmerksamkeit schaffen!


Bushmeat-Übersicht

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