Resolution des Europäischen Parlaments

Im Rahmen der Bushmeat-Kampagen des europäischen Zooverbands EAZA wurden 1,9 Millionen Unterschriften für eine Petition an das Europäische Parlament gesammelt. Diese Unterschriften wurden im November 2001 übergeben. Schließlich beschloss das Parlament am 14. Januar 2004 eine Resolution. Diese enthält zahlreiche dringende Aufforderungen an die Europäische Kommission, unter anderem:
Eine EU-Strategie und ein Handlungsplan zum Thema Bushmeat soll bei der Ausführung des EU-Biodiversitäts-Aktionsplans eingeschlossen werden, die Beteiligung aller Beteiligter - Bevölkerung, Regierung und Privatwirtschaft - bei der Lösung des Problems soll unterstützt werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Unterstützung von Naturschutzbehörden, den Ausbau des Schutzes von Nationalpark und anderen Schutzgebieten gerichtet werden, einschließlich von Umweltverträglichkeitsprüfungen für alle Baumaßnahmen.
Weiterhin wird die Kommission dringend aufgefordert, der lokalen Bevölkerung, die traditionell auf Wildfleisch angewiesen ist, bei der Beschaffung alternativer Proteinquellen zu helfen sowie Aufklärungskampagnen zu unterstützen. Finanzielle Hilfe der EU wird gefordert für Ökotourismus, der die Bevölkerung zum Schutz bedrohter Arten ermuntert, vor allem der Menschenaffen. Zusammen mit der Holzindustrie und den jeweiligen Ländern sollen Wege und Mittel entwickelt werden, wie der Bushmeat-Handel in den Konzessionen kontrolliert werden kann. Das Thema Bushmeat soll im europäischen FLEGT-Prozess (Forest Law Enforcement, Governance and Trade) eingeschlossen werden und Naturschutz und nachhaltige Nutzung von Wildtieren in den Entwicklungsrichtlinien der EU. Außerdem sollen die Mitgliedsstaaten dabei unterstützt werden, den illegalen Import von Bushmeat zu entdecken und zu verhindern.


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