Gorilla-Journal 20, Juni 2000
Aktionen für die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe
Eines unserer Ziele ist, die Öffentlichkeit immer wieder auf die
Situation der Tierwelt Afrikas und ihre aktuelle Gefährdung hinzuweisen.
Das Touristenmassaker in Bwindi im März 1999 führte zum Einbruch
der Touristenzahlen in Uganda und damit zu Finanzierungsproblemen für
die Arbeit in den Nationalparks. So folgten wir im November 1999 einem
Vorschlag von Volcanoes Tours, gemeinsam mit ihnen, DFGF-Europe
und IGCP einen (Spenden-)Aufruf zu starten. Faltblätter wurden auf
Kosten von Volcanoes gedruckt und auf großen Touristik-Messen
in London und Berlin von Freiwilligen verteilt, denen an dieser Stelle
nochmals herzlich gedankt sei! Ziele dieser Aktion waren die Information
der Öffentlichkeit und das Sammeln von 70 000 US-$ für
die Unterstützung der Wildhüter und Nationalparkbehörden.
Davon waren 12 000 US-$ vorgesehen für den Kauf von Ausrüstung,
28 000 US-$ für Kommunikationsgeräte und 30 000 US-$
für die Ausbildung und den Einsatz von Touristenführern und
Sicherheitskräften. Leider sind bisher nur ein paar tausend Dollar
auf dem Spendenkonto eingegangen.
Als Reaktion auf die Meldungen über die Abschlachtung erschreckend
vieler Elefanten und Gorillas im Kahuzi-Biega-Nationalpark gaben wir Pressemeldungen
heraus, die unter anderem unser früheres Vorstandsmitglied Ulrich
Karlowski zu Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften verarbeitete.
Iris Weiche hielt bei einer Tagung vor Zooleuten und deutschen Vertretern
von Naturschutzorganisationen einen Vortrag über Folgen der politischen
Instabilität für die Gorillas, der auch im
Internet veröffentlicht wurde. Anlässlich unseres Mitgliedertreffens
erschien ein Zeitungsartikel zu diesem Problem und ein Radio-Interview
folgte.
Auch immer wieder aktiv ist unser Förderer Volker Jährling:
Im Kaufhaus Bünde stellte er in der ersten Mai-Woche deutschlandweit
den ersten 2000er-Wein aus Südafrika vor und verband dies mit einer
Spendenaktion für die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe.
Im Sommer wird die diesjährige 3-monatige Sonderausstellung im Stuttgarter
Zoo maßgeblich gestaltet durch die Berggorilla & Regenwald
Direkthilfe. Das Thema ist: "Gorillas im Kochtopf - die Ausrottung
afrikanischer Wildtiere durch den Bushmeat-Handel". Wir wollen Hintergründe,
akute Bedrohung und Lösungsansätze der neuen Dimension dieses
Geschäfts mit dem Fleisch gefährdeter Arten aufzeigen. Wir orientieren
uns an den Zielen der Ape Alliance und arbeiten mit der Zoo-Direktion
zusammen, speziell Marianne Holtkötter, sowie mit Organisationen
wie Rettet den Regenwald, Wild Chimpanzee Foundation, Bonobo
in situ Project, World Society for the Protection of Animals
und vielen Einzelpersonen, die Bild- oder Textmaterial lieferten. Mit
Exponaten unterstützen uns die Zollbehörden am Stuttgarter und
Frankfurter Flughafen, das Linden-Museum, K. Philipp und Klaus Paysan.
Der Direktor den Stuttgarter Zoos sagte uns zu, alle Kosten für die
Herstellung der 34 Tafeln zu übernehmen, die danach als Wanderausstellung
anderen Zoos und Institutionen zur Verfügung stehen. Ausstellungstermin:
21. Juni bis 24. September.
Auch in Berlin wird in diesem Sommer wieder "Action" gemacht
für die Gorillas. Frank Seibicke, Inhaber des City Kinos Wedding,
wird viermal den Film Gorillas im Nebel zeigen: am 14. Juli im Venus (Hohenschönhausen),
am 17. Juli im Blauen Stern (Pankow), am 18. Juli im City Kino (Wedding)
und am 19. oder 21. Juli im Kino Toni (Weißensee). Begleitend wollen
er und wir kräftig die Werbetrommel rühren für unseren
Verein und die Gorillas.
Iris Weiche
Deutsches Faltblatt für den Volcanoes-Aufruf
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