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Neue Gorillahüter in Kamerun

Kategorie: Cross-River-Gorillas, Kamerun, Schutzmaßnahmen, Spendenaufrufe
Gorillahüter-Kandidaten (© Amelia Stott, WCS Takamanda-Mone Landscape Project)

Gorillahüter-Kandidaten (© Amelia Stott, WCS Takamanda-Mone Landscape Project)

Die Cross-River-Gorillas in Kamerun brauchen wieder unsere Hilfe! Christopher Jameson, der neue Direktor des WCS-Projekts zum Schutz der Cross-River-Gorillas in Kamerun, hat uns um Unterstützung gebeten. In mehreren Gebieten sollen weitere Gorillahüter (Gorilla Guardians) angeworben werden, um den Schutz der Gorillas mit Hilfe der lokalen Gemeinden sicherzustellen und mehr über die Tiere zu erfahren. Wir haben diese Schutzmaßnahmen bereits mehrfach unterstützt. Nun sollen einige neue Gemeinden für das Netzwerk gewonnen werden, vor allem in solchen Wäldern, die nicht offiziell unter Schutz stehen.
Unsere Spenden werden benötigt, um die Gemeinden zu besuchen und sie davon zu überzeugen, dem Gorilla-Guardian-Netzwerk beizutreten. Dazu werden Gemeindeversammlungen abgehalten und die Gorilla Guardians ausgewählt. Sie brauchen Ausrüstung und müssen ausgebildet werden; außerdem sind vierteljährliche Besuche der WCS-Mitarbeiter notwendig, bei denen die Funde von Gorillanestern überprüft werden. Bei dieser Gelegenheit werden auch zusätzliche Daten gesammelt. Außerdem wird die Bildung eines Dorf-Komitees zur Waldbewirtschaftung unterstützt. Kurz gesagt: Mit diesen Maßnahmen wird das Gorilla-Guardian-Netzwerk in Kamerun gestärkt und auf 11 Gemeinden ausgeweitet (ein weiterer Guardian soll in der Gemeinde Mantoh (Mende) gewonnen werden).

Außerdem sind zwei weitere Aktivitäten geplant: Eine Bestandsaufnahme in Etinga und Mekwempoh soll zeigen, ob dort Gorillas vorkommen, und zugleich soll geprüft werden, ob sich die Gemeinden in dieser Region ebenfalls dem Gorilla-Guardian-Netzwerk anschließen wollen.
Diese beiden Vorhaben sind besonders entscheidend für die Weiterentwicklung des Gorilla-Guardian-Netzwerks. Schon vor einiger Zeit gab es Meldungen, dass Cross-River-Gorillas in den Wäldern südlich des Mone-Schutzgebiets vorkommen, aber diese Berichte wurden noch nicht durch eine systematische Bestandsaufnahme bestätigt. Da dieses Gebiet ziemlich weit von den anderen Gorillapopulationen entfernt ist, wäre es sehr wichtig zu wissen, ob dort tatsächlich Gorillas vorkommen. Um den Schutz dieser Gorillas sicherzustellen, müssten dann auch möglichst schnell Gorilla Guardians eingestellt werden.

Diese Maßnahmen kosten insgesamt 12 000 Euro. Die Hälfte haben wir bereits überwiesen, aber für den Rest brauchen wir zusätzliche Spenden. Bitte unterstützen Sie uns dabei!